Heute Abend ging es endlich los auf unseren noch nicht absehbar langen Trip durch China. Erste Station ist [http://de.wikipedia.org/wiki/Qingdao|青岛] (Qingdao – wo das Bier herkommt) in [http://de.wikipedia.org/wiki/Shandong|山东] (Shandong Provinz).

Der Hauptbahnhof von Beijing ist ziemlich zentral gelegen und überfüllt mit Leuten. Trotzdem war es recht einfach unseren Weg – erst zum Warteraum, dann zum Zug – zu finden. Bahnhöfe in China sind unseren westlichen Flughäfen ähnlicher, da man meist nur mit Ticket reinkommt und am Eingang das Gepäck durchleuchtet wird. Immerhin gibt es keine Körperkontrolle.

Es gibt verschiedene Arten von Zügen, die sich jeweils in Geschwindigkeit und auch in Ausstattung (sprich Klimaanlage oder Heizung) unterscheiden. In der Regel sind jedoch alle Züge relativ sauber. Es gibt vier Arten von Tickets in China: 硬座 (yingzuo – Hard Seat), 软座 (ruanzuo – Soft Seat), 硬卧 (yingwo – Hard Sleeper), 软卧 (ruanwo – Soft Sleeper), die natürlich unterschiedlich komfortabel und auch unterschiedlich teuer (oder eher günstig) sind. Die beste Wahl ist meist der Hard Sleeper, da die Betten nicht zu hart sind und es sich dort einigermaßen aushalten lässt. Besonders auf den hier für lange Distanzen (also meistens) typischen Nachtzügen. Jede Kabine hat sechs recht schmale Betten wobei das Mittlere und Obere recht wenig Kopffreiheit bieten. Gesessen wird auf dem unteren Bett sowie auf dem Flur.

Unser erster Hard Sleeper Zug, den wir für etwa acht Stunden bewohnen sollten, war auch ganz ok, bevor wir den Flur mit unseren Erdnüssen voll gekrümelt hatten :P Der Kontrolleur hat beim vorbeigehen zwar immer sauer geguckt, aber nix gesagt und vor Bettruhe (um etwa 23:00 Uhr wurde das Licht gelöscht) noch durchgefegt. Man hat eben doch auch ab und zu Vorteile als 老外 (laowai – Ausländer), da viele sich nicht die Mühe machen wollen, mit einem Ausländer, der wahrscheinlich kein Chinesisch spricht, zu diskutieren – natürlich ist dies auch manchmal ein Nachteil.